die geschichte von midgard


1919 - IWA und die Gründung von Midgard


Midgard  wurde 1919 in Auma / Thüringen vom Ingenieur Curt Fischer gegründet.  Entstanden aus dem eigenen Bedarf für seine Maschinenfabrik IWA Ronneberger & Fischer (Industriewerk Auma), entwickelte ´lenkbaren Lichtes´. Die damals verbreiteten, von der Decke hängenden Leuchtenschirme spendeten nur statisches Licht von oben und waren dem Unternehmer damit als zu unflexibel aufgefallen. Diese Art der  Beleuchtung verursachte, dass die Arbeiter teils ihre Werkstücke selbst  verschatteten. Curt Fischer zeichnete und baute erste Prototypen von Gelenkleuchten, indem er das Strom-führende Kabel durch Rohre führte und Gelenke zwischen den Röhren entwickelte. Er perfektionierte das System, entwickelte zahlreiche mehrarmige Tisch-, Arbeits- und Wandleuchten und wandelte sich innerhalb weniger Jahre zum Leuchtenproduzenten, den er Midgard (in der Sage die von den Menschen bewohnte helle Mittelerde) nannte. Seine Entwürfe wurden schon früh u.a. von Walter Gropius  entdeckt und geschätzt und im Bauhaus eingesetzt. Gropius förderte die  Entwicklungen Fischers, die Briefwechsel sind im Original erhalten.



Die Nachkriegszeit


Curt Fischer verstirbt 1956, sein Sohn Wolfgang übernimmt die Betriebsleitung im Sinne seines Vaters. Bis in die spätern 60er Jahre produzierte Midgard seine mittlerweile drei Leuchtenserien: -die  historischen Lenklampen, welche u.a. im Bauhaus eingesetzt wurden -die  robuste und modulare wie auch wartungsfreie Maschinenleuchte -die  Federzugleuchte Midgard in der DDR In der Zeit der Enteignung (1971) in der DDR produzierte Midgard im Kombinat VEB Raumleuchte weiterhin die Maschinen und Federzugleuchte, u.a. als Lieferant von IKEA. Durch die Zusammenführung mit anderen Leuchtenbaubetrieben entstand der grösste Ostdeutsche Leuchtenhersteller. Im VEB-Betrieb war der Sohn Curt Fischers, Wolfgang Fischer Betriebsleiter.



Midgard nach der Wende


1990 erhielt Curt Fischers Sohn Wolfgang Fischer im Rahmen der  Reprivatisierung das Unternehmen zurück und führte es wieder unter dem geschützten Namen Midgard mit diversen Produktverbesserungen an Maschinen- und Federzugleuchte ins neue Jahrtausend. Zu Anfang der  2000er übergab er nach und nach an seine zwei Töchter, welche erstmals wieder die klassischen Midgard Lenklampen in limitierter Stückzahl in Produktion nahmen. Die Maschinen- wie auch Federzugleuchten werden weiterhin im Werk in Auma produziert.



Midgard heute


Im Jahr 2015 übernehmen David Einsiedler und Joke Rasch das Unternehmen und führen es nach Restrukturierung zurück in die Produktion. Seit 2017 wird die Maschinenleuchte als modulares und frei konfigurierbares System, sowie die Federzugleuchte unter Verwendung der Originalwerkzeuge wieder hergestellt. Zum Jahreswechsel 2018/2019 folgt die Bauhausleuchte Typ 113.Bis heute produziert Midgard alle Leuchtenserien vollständig in Deutschland.